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Wir erfüllen Herzenswünsche von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen oder schweren Krankheiten

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Gesellschaft & Medien

Menschen mit Behinderungen erfahren immer noch zahlreiche Benachteiligungen. Sie müssen dafür kämpfen, gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Behinderung und Diskriminierung

Diskriminierung bedeutet, dass eine oder mehrere Personen aufgrund von Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung, sexueller Orientierung oder Behinderung benachteiligt werden.

Menschen mit Behinderung sind oft Benachteiligungen ausgesetzt
. Beispielsweise sind öffentliche Gebäude häufig nicht barrierefrei erreichbar und benutzbar, die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel ist vielfach mit großen Schwierigkeiten verbunden bzw. manchmal sogar unmöglich. Integration in Schulen bzw. Weiterbildung und die berufliche Laufbahn sind nicht durchgängig per Gesetz geregelt und mit großen Hürden verbunden.

Diskriminierung kann jedoch ebenso in der sprachlichen Ausdrucksweise und im Umgang miteinander stattfinden. Negative Bezeichnungen, abwertende Ausdrücke, Hänseleien und Beschimpfungen, bevormundendes und missachtendes Verhalten entwürdigen Menschen und sind somit diskriminierend.

Damit es in der Arbeitswelt zu keiner Diskriminierung kommt, gibt es in Österreich das GlBG - das Gleichbehandlungsgesetz. Der Schutz vor Diskriminierung aufgrund von Behinderung ist im BEinstG - im Behindertengleichstellungsgesetz geregelt. Unternehmen ab einer Größe von 25 Personen müssen einen gewissen Anteil an behinderten Arbeitskräften einstellen, oder eine Ausgleichstaxe bezahlen (die Höhe hängt von der Unternehmensgröße ab). Viele Unternehmen bevorzugen allerdings das „Bußgeld“, da ein behinderter Arbeitnehmer besonders geschützt ist und nicht so leicht gekündigt werden kann.

Im Zuge unserer Kontakte mit Eltern schwer kranker und behinderter Kinder sind wir oft auf das Thema Diskriminierung gestoßen. Viele Eltern berichten über Erfahrungen, dass ihre Kinder benachteiligt werden. Sie wünschen sich mehr Aufklärung, Verständnis und respektvollen Umgang.

Bidok - behinderung inklusion dokumentation:
Für alle, die sich weiter in das Thema Behinderung und Diskriminierung vertiefen möchten, empfehlen wir bidok, die Bücherei im Internet. Bidok steht für behinderung inklusion dokumentation und ist ein Internet-Projekt zum Thema der integrativen/ inklusiven Pädagogik und Disability Studies am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck.

Love Has No Labels

Diese Kampagne der US-amerikanischen gemeinnützigen Werbeagentur Ad Council zeigt, dass Liebe keine Grenzen kennt. Sie will unbewusste Vorurteile aufzeigen - auch gegenüber Menschen mit Behinderungen. Video sehen

Mit gutem Beispiel voran - vorbildliche Initiativen:

Marien-Apotheke für Gehörlose

Im 6. Bezirk in Wien gibt es eine besondere Apotheke, die gehörlose MitarbeiterInnen beschäftigt. Aber auch hörende MitarbeiterInnen können die Gebärdensprache. Dafür hat die Apotheke den betrieblichen Sozialpreis erhalten.
Video: Marien Apotheke

Das erste Mal - ein Casting

Aktion Mensch in Deutschland lud zu einem Casting ein. Die TeilnehmerInnen dachten, sie kämen zu einem ganz normalen Casting. Das spontane Aufeinandertreffen von Menschen mit und ohne Behinderung hat es dann aber zu einem ganz besonderen Erlebnis für alle gemacht.
Video von Aktion Mensch: Das erste Mal

Coca-Cola mit Braille Schrift

Coca-Cola hat sich etwas Besonderes einfallen lassen: Damit auch blinde Menschen sich über persönliche Coke-Dosen freuen können, haben sie ihr Dosen-Design geändert und verschiedene Namen in Braille Schrift geprägt.
Video: Coca-Cola Braille

Umgang mit behinderten Menschen

Leitfaden für diskriminierungsfreien Sprachgebrauch

Der praktische Leitfaden des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit mit dem Motto "hinhören statt weghören" trägt zur gesellschaftlichen Sensibilisierung bei und macht unterschiedliche Formen von Diskriminierung bewusst. Er enthält viele positive Anregungen und konkrete Beispiele für Formulierungen.
Link zum Leitfaden für diskriminierungsfreien Sprachgebrauch

Tipps für den respektvollen Umgang

Katja Lüke ist bei „Der PARITÄTSCHE Hessen e.V.“ für das Thema Inklusion verantwortlich und hat sich bei verschiedenen Menschen mit Behinderungen umgehört, was sie sich im Alltag wünschen würden. Der deutsche Knigge-Rat gibt 10 Tipps für den respektvollen Umgang mit behinderten Menschen, wie z.B.: "Reden Sie mit den Menschen- nicht über sie hinweg", "Beachten Sie Distanzzonen" oder "Keine Angst vor gewohnten Redewendungen".
Link zu den 10 Knigge Tipps

Nein Danke, ich bin nicht Ihre Inspiration

Stella Young, eine junge Frau die mit der Glasknochenkrankheit lebt, gibt im Zuge der TED Talks im April 2014 einen anderen Aspekt im Umgang mit Behinderten wider. Unter dem Motto „ I’m not your inspiration, thank you very much!“ führt sie aus, dass die Gesellschaft behinderte Menschen häufig als Objekte wahrnimmt, als „inspiration porn“, deren Aufgabe es ist, andere zu inspirieren.
TED Talk: I'm not your inspiration

Behinderung in den Medien

Studie: Darstellung von Menschen mit Behinderungen in Massenmedien

Die interessante Studie "Die mediale Inszenierung von Menschen mit Behinderungen in österreichischen Massenmedien" von Mediaaffairs (Mag.a Maria Pernegger, Juli 2016) kommt zu wichtigen Erkenntnissen und Empfehlungen. Beispielsweise: Menschen mit Behinderungen sind in Massenmedien stark unterrepräsentiert. Medien reduzieren behinderte Menschen in der Art der Darstellung und Inszenierung auf ihre Behinderung.
Link zur Kurzfassung
Link zur Studie

Barrierefreie Medien und Leidmedien

barrierefreiemedien.at ist eine österreichische Webplattform, die Empfehlungen für die Darstellung von Menschen mit Behinderungen in den Medien bietet. Sie enthält Best Practice Beispiele und Tipps fürs Texten, Bilder und Verhalten.

Leidmedien.de ist eine Website für JournalistInnen, die über Menschen mit Behinderungen berichten wollen. Das Projekt entstand aus der Beobachtung, dass Menschen mit Behinderungen immer sehr einseitig dargestellt werden.

Phil Hubbe

Phil Hubbe zeichnet - wie er es nennt - "behinderte Cartoons". Sehr kritisch und direkt setzt er sich mit dem Thema Behinderung und Krankheit auseinander und rührt somit an Tabus. Phil Hubbe lebt selbst mit der Krankheit multiple Sklerose (chronische entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems) und ist auf einen Rollstuhl angewiesen.
http://www.hubbe-cartoons.de/

Inklusion und Integration

Inklusion in der Pädagogik bedeutet, dass alle SchülerInnen, unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen sowie von ihrer ethnischen, kulturellen oder sozialen Herkunft gemeinsam unterrichtet werden. Jedes Kind wird entsprechend seinen Fähigkeiten und individuellen Bedürfnissen gefördert. Inklusion ist ein Menschenrecht, so ist es 2008 in der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen festgelegt worden. Es bedeutet, dass Menschen mit Behinderungen ganz selbstverständlich mitten in unserer Gesellschaft leben können. Sie sollen an allen Lebensbereichen wie Bildung, Arbeit, Wohnen und Freizeit gleichberechtigt teilhaben und selbst bestimmen können. Niemand wird dabei ausgegrenzt und Vielfalt wird als Chance gesehen.

Integration hingegen ist Hereinnahme von Ausgeschlossenem und ist daher nur ein Teil eines Ganzen.

Link zu einem kurzen Film von Aktion Mensch, der Inklusion erklärt.

Kinospot für "Eine Schule für Alle."

Inklusion setzt voraus, dass Unterschiedlichkeit erlaubt ist, damit auch wirklich alle Bedürfnisse der Kinder erfüllt werden können. Inklusion bedeutet Veränderung des Systems und zieht Reformen auf allen Ebenen mit sich. Inklusion erkennt Unterschiede zwischen Kindern als Chance für gemeinsames Spielen und Lernen und richtet den Blick immer auf die ganze Persönlichkeit des Kindes, nicht nur auf einzelne Aspekte.

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